Cognac „ Plus qu’un savoir-faire“
Der berühmte Weinbrand „Cognac“ ist nach dem französischen Städtchen „Cognac“ benannt. In den Departements Charente und Charente-Maritime (Südwesten Frankreich) werden die Grundweine des Cognacs aus den Trauben Ugnin blanc, Folle blanche und Colombard angebaut. Der hieraus resultierende Grundwein ist sehr trocken, säurereich, schwach an Gerbsäure und geringem Alkoholgehalt. Aus diesen Rebsorten müssen 90% des zu brennenden Weines bestehen. Bis in das 17/18. Jahrhundert wurde der gebrannte Wein so hell getrunken, wie er aus den Distillerien gekommen war. Da jedoch der Absatz oft stockte, gewöhnten sich die Hersteller daran, den Weinbrand in Eichenholzfässer aufzubewahren – und sie entdeckten, wie gut ihm das bekam. So entstand der dunkle Cognac, wie wir ihn heute kennen. Der Name Cognac – als Herkunftsbezeichnung reserviert – bürgt für den besonderen Geschmack und Qualität. Die Produktion des Cognacs unterliegt strengen Vorschriften. Der Wein darf nur grob gekeltert werden, damit keine Traubenkerne, die Öl und Gerbsäure freisetzen, zerpresst werden. Der Most darf nicht gezuckert werden. Der gewonnen Wein muss mit seinem Bodensatz und seiner Feinhefe zur Destillation kommen. Er wird zweimal destilliert. Nach dem franz. Gesetz muss der Cognac mindestens 40% Alkohol enthalten. Cognac wird in verschiedenen Altersstufen angeboten - hier die bekanntesten:
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VS (XXX) mindestens 2 Jahre im Fass
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VSOP mindestens 5 Jahre im Fass
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XO mindestens 6 Jahre im Fass
Die größten Städte der Region sind La Rochelle und Royan im Westen, Angoulême im Osten, doch weitaus wichtiger sind die Orte Cognac, Jarnac, Segonzac, Barbezieu, Matha, Aigre und Jonzac. Es herrscht maritimes Klima ohne Extreme mit überdurchschnittlichen Regenfällen aber in vielen kleinen Mengen. Die Durchschnittstemperatur im Jahresmittel beträgt 13,5 Grad C. Heiße Jahre ergeben meist keinen so guten Cognac.
In dieser Gegend wird auch der Pineau de Charente, aus Traubenmost und „Eau de vie de Cognac, hergestellt. Diese Mischung wird mindestens 18 Monate im Eichenfass gelagert. Er wird in der Gegend hauptsächlich als Aperitif genossen, während er im übrigen Frankreich und im Ausland weitgehend unbekannt ist. Pineau schmeckt süß, aber mit einem Hauch von Weinsäure und hat einen Alkoholgehalt von 16 bis 22 %.